Dumme Schweine und bleibende Feinde

Feuilleton | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Rausschreien statt Runterschlucken: Die Band Kreisky legt ein kathartisches Album vor

Musikkritik: Sebastian Fasthuber

Ich schlafe jede Nacht meine acht, neun Stunden / Ich leuchte, sagen alle, wie zu meiner hellsten Zeit / Und du wirst es nicht glauben, aber seit du fort bist / Ist mein Asthma so gut wie verschwunden."

Das Quartett Kreisky gilt schon ganz zu Recht als übellaunigste Band des Landes. Auf ihrem zweiten Album "Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld" haben Sänger und Organist Franz Adrian Wenzl, Gitarrist Martin Max Offenhuber, Bassist Gregor Tischberger und Schlagzeuger Klaus Mitter die Lärmschraube noch ein ordentliches Alzerl fester gedreht oder, anders gesagt, bei ihrer Mischung aus Punk, Noise und Indierock diesmal einfach auf Letzteren verzichtet. Das Resultat soll verstören, ja, es muss wehtun.

Und doch, ab und zu darf man auch herzhaft schmunzeln. Oder auflachen, etwa wenn Wenzl, einer breiteren Öffentlichkeit auch als Austrofred bekannt, in "Die dummen Schweine"


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