Basics

Grundkurs Kochen (25)

Stadtleben | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Feuchtgebiete waren hip, jetzt ist's der Avocadodip

W ir wollen ja niemandem den Appetit verderben, deshalb erzählen wir auch nicht, was die Protagonistin in Charlotte Roches Roman "Feuchtgebiete" alles mit Avocadokernen anstellt. Wie man Avocados sonst noch verwenden kann, verrät die Autorin aber auch nicht, darum gibt's jetzt eine kleine Einführung (!) zur Frucht, deren Name auf das Nahuatl-Wort ahuacatl für "Hoden" (nochmal: !) zurückgeht.

Natürlich schmeckt die Avocado pur mit Meersalz und Pfeffer auch ausgezeichnet. Dafür ein reifes Exemplar - die schmale Oberseite sollte auf Druck nachgeben - rundherum bis zum Kern einschneiden, die beiden Hälften gegengleich drehen und trennen. Den Kern schenken wir Charlotte Roche, den Rest löffeln wir direkt aus der Schale. Auch fein sind Avocadostückchen in süßen und salzigen Mischsalaten.

Man kann aber auch einen Avocadodip zubereiten; man muss dabei noch nicht einmal eine Party veranstalten. Dazu das Fruchtfleisch mit dem Löffel aus der Schale holen, in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken und gleich Zitronen- oder Limettensaft dazugeben, sonst wird's ganz schnell unansehnlich braun. Salzen, pfeffern und - je nach Geschmack - mit folgenden Zutaten herumexperimentieren: Knoblauch, Chili, Sesam, Kreuzkümmel, Paradeiser oder sogar Wasabi. Dazu passen frisches Fladenbrot oder Tortilla-Chips, und wer sich beim Abschmecken anstrengt, bekommt mit diesem Dip (man darf auch "Guacamole" sagen) sogar auf Partys Applaus. cw


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