Eher ein Ganzerl

Stadtleben | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Das größte Lokal am Karmelitermarkt wurde ganz neu. Ein Dornröschenkuss

Kathi Groh ist vierfache Mutter, gestaltete Textilkollektionen, hatte ein Fotolabor, jobbte beim Motto-Catering und übernahm vorigen Mai ein Lokal, das man in seinem damaligen Zustand nicht geschenkt haben wollte: das Marktachterl am Karmelitermarkt. Eine Grindhütte sondergleichen, in den 60er-Jahren aus drei Standeln zusammengeschustert, an Markttagen schon um halb drei offen, die Putzfrau sei schon ein paarmal recht entsetzt gewesen, was da wegzuräumen war, erzählt Kathi Groh.

Bis Dezember führte sie das Lokal unverändert, nicht zuletzt, um ein Verständnis dafür zu entwickeln. Dann machte sie für ein paar Wochen zu und baute um. Ihre Tochter Nikola sorgte gemeinsam mit Architekten fürs neue Marktachterl, das eigentlich das alte Marktachterl ist, "mit dem Charme, aber ohne den Grind". Das heißt, die alten 60er-Verschalungen wurden renoviert, die Lamperie mit edlen Lacken von Farrow & Ball gestrichen, die


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