Ein erwarteter Rücktritt

Steiermark | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Lange Zeit sah es aus, als müsse Stadträtin Eva Maria Fluch nicht gehen

Analyse: Gerlinde Pölsler

Zwei Tage brauchte Eva Maria Fluch, bis ihr klar wurde, dass die Vergabe eines Auftrags über 17.850 Euro an ihren Lebensgefährten schlicht nicht schönzureden ist. "Es ist korrekt gelaufen", trotzte die VP-Stadträtin zuerst. Außerdem sei der Herr gar nicht mehr ihr Freund. Erst spät fiel ihr ein, dass er es doch noch ist, sie gab den Fehler zu und trat nach langer Bedenkzeit am Dienstag zurück.

Die Amtszeit der Grazer Planungs- und Schulstadträtin war nach einem Jahr schon wieder beendet - Bürgermeister Siegfried Nagl hatte sich bereits von ihr trennen wollen, setzte sich vorerst nicht durch, bekam dann aber doch seinen Willen.

SP-Chef Wolfgang Riedler sprach zwar von einem "politischen Kardinalfehler", lobte aber ebenso wie Markus Bogensberger vom Vorstand des Hauses der Architektur (HdA) das gute Gesprächsklima. Die grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker erklärte Fluch gar zur

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