Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 12/09 vom 18.03.2009

Das Wort zum Bahnhof

"Was weißt du über die Verabredung am Bahnhof?" "Da ist wohl jemand nicht gekommen."

Once upon a time in the west (Frank vs. Harmonica)

Der Chef der Immofinanz berichtet im Wirtschaftsblatt: Es gibt eine Zukunft. Das wird die Anleger beruhigen, die in den letzten Jahren Aktien für acht Euro gekauft haben, die jetzt 0,74 wert sind. Wichtiger ist aber die Frage: Gibt es eine Realität? Sie ist auch schwieriger zu beantworten, Hilfe geben Forscher in Toronto, die jetzt Hardys Paradoxon bewiesen haben. Das geht ungefähr so: Wenn wir beobachten, wie Teilchen und Antiteilchen sich treffen, töten sie sich gegenseitig. Es kann aber auch sein, dass sie überleben. Allerdings nur, wenn wir nicht hinschauen. Die Realität ist wie die Annenstraße. Die Realität hat das Potenzial einer Flaniermeile, ist aber in jedem Moment, in dem sie beobachtet wird, hauptsächlich grau. Aber: Gerade deshalb kann man sich darin gut aufhalten. Auch der Mutterbauch ist ja frei von Farben, und wer hat sich dort nicht wohl gefühlt. Wieder Quantentheorie: Der Beobachter beeinflusst das Ergebnis der Beobachter, das heißt: Mit den richtigen Bildern im Kopf wird alles schön. Der ehemalige Handelsmarketing-Geschäftsführer Joseph Schnedlitz: Wenn wir vom Einkauf in Graz sprechen, dann sollen wir ganz klare schöne Bilder im Kopf haben. Klare schöne Bilder: Gebirgsseen, Sonnenstrahlen, Zebras, Skispringer, nackte Menschen, Gitarren. Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Dramatiker Johannes Schrettle ist zwar kaum in Graz, dennoch weiß er immer was von dort zu berichten


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