Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Der eine hat schon, die andere kriegt erst, nämlich ein Kind, aber beide sind schon, nämlich in Karenz. Merken tut man davon vorerst nicht allzu viel - von der Karenz nämlich; wohingegen der Umstand, dass Barbara Tóth in anderen Umständen oder guter Hoffnung ist (wie es früher so schön hieß), zuletzt dermaßen schwer zu ignorieren war, dass man ihr den Mutterschutz nun wirklich nicht länger vorenthalten konnte. An ihrer Stelle versieht nun der ausgesprochen unschwangere Matthias G. Bernold die ihm bereits bekannten Dienste im Politikressort.

Wolfgang Kralicek hingegen hat schon seit einiger Zeit einen Sohn, passt aber seit Anfang März ganz besonders gut auf ihn auf, wurde andererseits in letzter Zeit aber dermaßen oft realphysisch in der Redaktion angetroffen, dass sich der sorgenfreudige Teil der Kollegenschaft fragt, ob da aufsichts- und obachtsmäßig eh alles im grünen Bereich ist. Wir gehen davon aus. Und es wird ja auch viel Rücksicht genommen auf die jungen Mütter und die neuen Väter: Deadlines werden geschoben, Sitzungen verlegt, damit Kralicek sitten und schreiben oder Nina Horaczek schreiben und ihrer Tochter beim Schwimmen behilflich sein kann, und wenn Heribert Corn mit einem Mercedes durch die Gegend gondelt, der circa das Lebenseinkommen der ganzen Falter-Redaktion kostet, dann wird schon irgendwer ein Auge haben auf die Tochter, die außerdem nicht ohne Grund auf den Namen "die Spezialistin" hört.


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