Jessas, St. Pisa, wir fühl'n uns mieser!

Falter & Meinung | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

In der "Bildungsdebatte", die wir nicht führen, hat sich ein bizarrer Erlösungsglaube breitgemacht

Kommentar: Klaus Nüchtern

Die jungen Lehrer kriegen keine Jobs, die alten kriegen einen Laptop - das ist, polemisch vereinfacht, das vorläufige Ergebnis der Auseinandersetzung zwischen Unterrichtsministerin Claudia Schmied und der Lehrerschaft.

Wir erinnern uns: In Zeiten der Krise, deren unmittelbare Wirkung die Rhetorik und Argumentationsfähigkeit der Politik zuallererst erfasste, wurde in der Autoindustrie auf Kurzarbeit umgestellt, von den Lehrern hingegen eine zusätzliche Arbeitsleistung von zwei Unterrichtsstunden verlangt - aus Solidarität natürlich und "zum Wohle der Kinder", wie es dann perfiderweise gerne heißt.

"Wann hätte jemals eine komplette Branche auf ein Zehntel ihres Einkommens verzichtet?", fragte sich profil-Herausgeber Christian Rainer, blieb mit seiner Meinung, die Reaktionen der Lehrerschaft und ihre Interessenvertretung seien völlig legitim, aber relativ alleine.


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