Mühsam entsteigt der russische Phönix der Asche

Politik | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Der Innsbrucker Russlandexperte Gerhard Mangott lockt Neulinge mit der kurzen Geschichte Russlands von 1991 bis 2009

Rezension: Stefan Apfl

Vergangenes Jahr noch spielte der "russische Bär" eine Hauptrolle im Welttheater. Der 5-Tage-Krieg gegen Georgien, der Gasstreit mit der Ukraine und das undurchschaubare Machtverhältnis zwischen dem alten und dem neuen Präsidenten hatten die Debatten über Außen-, Petro- und Innenpolitik Moskaus über Monate hinweg angefeuert.

Es waren zwei epochale Ereignisse und deren Folgen, die Russland eine Nebenrolle zuweisen sollten: Lehman Brothers' Fall und Barack Obamas Aufstieg. Seither gehen Meldungen aus Moskau - Stichworte Politkowskaja-Prozess, Atomaufrüstung, Ramsan Kadyrow - im globalen Krisenalltagswirbel unter.

Insofern erscheint "Der russische Phönix" des Innsbrucker Politologen Gerhard Mangott zu ungelegener Zeit. Die Verleger mag das stören, das Buch selbst nimmt daran keinen Schaden. Seit einigen Jahren schon prägt Mangott den heimischen Diskurs


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