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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Was haben wir ihnen nicht alles unterstellt! Männerbündlerei, carinthischen Machismo, Frauen-zurück-an-den-Herd-Ideologie oder sonst was Böses. Die Wahrheit ist natürlich viel simpler. "Frauen sind zu schade für die Politik, sie sind viel sensibler als Männer, zu sensibel. Ich kenne viele großartige Frauen, die nie in der Politik waren. Was denken Sie, was ich im Wahlkampf auszuhalten hatte, das möchte ich keiner Frau zumuten", antwortet der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler in Österreich auf die Frage, wieso sein BZÖ beim weiblichen Führungspersonal auf Minimalismus setzt. Ehrliche Worte gibt es auch in der neuen Presse am Sonntag von deren Chefredakteur Michael Fleischhacker: "Manche Kritiker ziehen aus der Summe unserer Mängel einen klaren Schluss: dass wir noch nicht wissen, wer wir sind." Wie wahr! Dörfler hat gegen solche Selbstzweifel ein gutes Rezept: "Ich freue mich unglaublich, wenn mir meine Frau um zehn Uhr abends noch eine frische Brennnesselsuppe machen kann und sie nicht abgehetzt und müde ist."


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