Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Im Fernsehen bist du schnell einmal eine große Nummer, ich sag nur: "Dancing Stars". Mit dem Promi-Prinzip spielt fast jedes Unterhaltungsformat - so unglamourös können die Mitwirkenden aus der C- und D-Liga gar nicht sein. Ein Lehrbeispiel dafür war jetzt wieder "Das perfekte Promi-Dinner" (Vox), bei dem Lugner-Ex Christina drei andere Unwichtige zum Essen einlud. Frau Lugner bot dabei die perfekt inszenierte Fake-Show: Die geschmacksfreie Protzvilla war nicht ihre eigene, sondern die ihres Schönheitschirurgen Artur Worseg; sie stand nicht selber hinterm Herd, sondern ließ die Freundin aufkochen, die Gattin ihres Schönheitschirurgen. Unprominente spielen bekannte Leute und sitzen in einer Filmkulisse - surreal. Da ist die neue Idee von Showkanone Stefan Raab gleich viel fassbarer: Er schickt echte Promis in den Wettkampf gegen einen Herausforderer. Bei "Schlag den Star" (Pro 7) muss etwa ein Boris Becker zeigen, dass er schneller, schlauer und fitter ist als irgendein Durchschnittstyp. Ja, da ist Musik drin.


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