Baba, Bachler

Feuilleton | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Das war's: Die Direktion Klaus Bachler am Burgtheater geht zu Ende

Bilanz: Wolfgang Kralicek

Die Direktion Bachler begann mit einem Super-GAU. Andrea Breth, die zur Eröffnung im September 1999 Calderóns Schauerdrama "Tochter der Luft" inszenieren sollte, fiel wegen Krankheit aus. Das ist ungefähr das Schlimmste, was einem neuen Burgtheaterdirektor passieren kann. Klaus Bachler aber reagierte erstaunlich cool und ergriff die Flucht nach vorn: Als Ersatz wurde mit Frank Castorf ein Regisseur engagiert, der ästhetisch ziemlich genau das Gegenteil von Breth darstellt. Frechheit siegt: Castorfs Inszenierung war zwar nicht der große Wurf, scheiterte aber auf hohem Niveau. Und Bachler hatte gleich einmal bewiesen, dass er mit Krisen produktiv umgehen kann.

Sieben Jahre später, im Herbst 2006, drohte wieder eine Inszenierung von Andrea Breth, Schillers "Wallenstein", zu scheitern. Auch diesmal wurde die Produktion - wenn auch deutlich unspektakulärer - gerettet. Die langjährige Arbeitsbeziehung


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