Seit über 100 Jahren gültig: die großen Fragen des Lebens, mit den Augen eines Dachses betrachtet

Feuilleton | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Würdigung: Julia Kospach

Kenneth Grahames "Der Wind in den Weiden" ist wie Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" ein Buch von so universeller Weisheit und unwiderstehlichem Charme, dass man es unmöglich nur als Kinder- und Jugendbuch klassifizieren kann. Zum ersten Mal erschien dieser zeitlose britische Klassiker vor gut 100 Jahren, und wer ihn einmal gelesen hat, hört nie mehr auf, mit schmunzelndem Vergnügen daran zu denken. Wer ihn noch vor sich hat, der ist sowieso zu beneiden: Ihm/Ihr steht die Begegnung mit der kühnen Wasserratte, dem gutmütigen Maulwurf, dem griesgrämig-souveränen Dachs und dem ständig in irgendwelchen neuen Unfug verstrickten Kröterich und deren Abenteuern noch bevor.

An den kleinen Tierchen vom Land handelt Grahame die großen Fragen des Lebens ab: wie das gute Leben aussieht, wen die Abenteuerlust lockt und wer es zuhause am gemütlichsten hat; worin Freundschaft besteht, und wie man mit denen umgeht, die nicht und nicht kapieren, worum's geht. Für Letzteres


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