Nüchtern betrachtet

Newyorknachmache ist nicht allen zu empfehlen

Feuilleton | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Muss man New York eigentlich alles nachmachen?", frug mich unlängst mein Mundschenk. "Durchaus nicht", antwortete ich, "mitunter gar im Gegenteil." Newyorknachmache weist diejenigen, die dergleichen treiben, nicht als coole urbane Hunde, sondern als triefäugige Provinzdackel aus, die mit unzulänglichen Mitteln einen auf Windspiel machen. Aber, wie die New Yorker so schön sagen: "A wiener dog ain't no whippet." Man muss daher allen Gefährdeten anraten, keinesfalls Dinge zu kopieren, die sie in amerikanischen Fernsehserien gesehen haben - ob die nun an der Ost- oder der Westküste, in Manhattan oder Miami spielen. Sich anziehen wie "Mein cooler Onkel Charlie" ist definitiv uncool (die Serie hingegen ist sehr wohl cool, das haben meine Tochter und ich in unserer Familie per Mehrheitsbescheid verfügt).

Super-totally-grossed-out-mega-splatter-uncool ist es, in den seichten Schluchten der Wienerstadt


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