Schön und gut

Stadtleben | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Jetzt geht's auch bei uns so richtig los: Faire Mode ist hip. Auch, weil sie nicht mehr öko aussieht

Bericht: Thomas Askan Vierich

Es könnte so einfach sein. Man betritt ein Geschäft und kauft ein gutaussehendes Kleidungsstück mit dem Etikett "fair". Auf dieses Etikett ist Verlass, weil es die EU und die WTO zertifizieren und damit garantieren, dass bei der Produktion des Teils soziale Standards eingehalten werden. Ein weiteres Label verrät, ob das Produkt "nachhaltig" ist. Ob die Inhaltsstoffe recycelbar sind, mit welchen Farben gefärbt wurde, wie die Tiere fürs Leder gehalten wurden, dass keine Pestizide beim Anbau der natürlichen Grundstoffe eingesetzt wurden. Dann könnte man dieses Kleidungsstück mit noch mehr Freude tragen. Und wäre bereit, dafür mehr zu bezahlen.

Stattdessen wedeln Sympathisanten der "Clean Clothes"-Kampagne mit Unterschriftenlisten gegen ausbeuterische Verhältnisse und fordern Solidarität. Nur hilft die wirklich einer versklavten Arbeiterin in China? Sind


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