"Wir müssen den Druck erhöhen", sagt die Arbeitsrechtsaktivistin aus Bangladesch

Stadtleben | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Es gibt 4750 Textilfabriken in Bangladesch, dort arbeiten im Schnitt 800 bis 1000 Menschen, davon 90 Prozent Frauen, das sind insgesamt 2,5 Millionen Beschäftigte. Sie verarbeiten importierte Stoffe zu fertiger Kleidung: Shirts, Kinderkleidung, Jacken. 76 Prozent des Exports von Bangladesch kommt aus der Textilindustrie. Kalpona Akter, ehemalige Näherin aus Bangladesch und nun Arbeitsrechtsaktivistin, spricht im Interview über faire Kleidung und erklärt, weshalb wir trotzdem "made in Bangladesh" kaufen sollten.

Falter: Frau Akter, welche Unternehmen produzieren in Bangladesch?

Kalpona Akter: Alle großen Marken haben zumindest Zulieferbetriebe bei uns: Nike, Adidas, Marks & Spencer, Gap, C&A ...

Fast alle diese Unternehmen haben sich freiwillig Verhaltenskodizes auferlegt, die für soziale Mindeststandards in den Fabriken weltweit sorgen sollen.

Akter: Die werden aber nicht eingehalten, nicht umgesetzt in den Fabriken. Das Monitoring ist schlecht. Es muss mehr Transparenz geben. Die Überprüfungen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige