Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Ein Strizzi und sein Schlitten

Test: Heribert Corn

Das ist kein Auto für Strickpulloverfahrer. Es ist kein Auto für Birkenstockträger, keines für Umweltbewusste, keines für rationale Geister. Es ist nicht einmal ein Auto für Autonarren. Es ist im Grunde ein Auto für niemanden.

Nicht nur, weil man es sich kaum leisten kann: Der Mercedes 500 CL kostet so viel wie eine mittelgroße Wohnung. Auch, weil seine Erhaltung fast unerschwinglich ist: Das Luxusschiff der Mercedes-Flotte schluckt in der Stadt über 18 Liter auf 100 Kilometer. Das ist mehr als ein Traktor. Oder so viel wie vier Trabis.

Als Jugendlicher kannte ich zwei Leute, die Mercedes 500 fuhren. Sie jedoch kannten mich nicht. Es waren die beiden bösesten Buben von ganz Vorarlberg. Sie kontrollierten Ende der 70er die Prostitution im Ländle fast monopolhaft - und bis heute soll sich daran nicht viel geändert haben. Und den Ausdruck all dessen fuhren sie stolz über die Straßen Feldkirchs: Ihre mächtigen Schnittenschleudern


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige