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Grundkurs Kochen (26)

Stadtleben | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Triffst du auf den Lauch des Bären, werden manche sich beschweren

Wer Bärlauch gegessen hat, wird knofeln. Das liegt am "Lauch" im Wort. Oder, um hier einmal kurzzeitig wissenschaftlich zu werden, weil die Pflanze eine Art aus der Gattung Allium und mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt ist. Jedenfalls sprießt jetzt wieder in der Au oder im Wienerwald das satte Bärlauchgrün. Beim Sammeln - ab sofort bis zur Blüte! - darf man Bärlauch keinesfalls mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln. Nur Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch, wenn man sie zwischen den Fingern verreibt. Faule und Vorsichtige können die scharfen Blätter aber auch im Supermarkt kaufen. Und was macht man nun mit Bärlauch? Zum Beispiel ein schnelles Pesto: Bärlauch mit gutem Olivenöl, Salz, nach Belieben Pinien- oder Sonnenblumenkernen und etwas Hartkäse in den Mixer - und auf die Spaghetti!

Oder wir geben den - natürlich stets gut gewaschenen, man weiß schließlich nie - Bärlauch zerkleinert unter Salate, machen einen feinen Aufstrich (Topfen, Sauerrahm, Salz, Pfeffer), oder eine frühlingsgrüne Suppe. Für 4 Portionen etwas Butter im Topf zergehen lassen, klein geschnittene Zwiebel dünsten, 2 mehlig kochende gewürfelte Erdäpfel dazu, mit ¾ l Suppe aufgießen, weichkochen. Einen Bund Bärlauch fein geschnitten dazugeben, aufkochen lassen, einen halben Becher Obers rein, mit dem Stabmixer pürieren, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken.

Nachschub? In den nächsten Wochen gibt's ohnehin noch genug Möglichkeiten zum Sammeln. Cw


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