Kritiken

In einem kleinen Café auf der Wieden

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Wie giftig ist eigentlich Schokolade? Ist Zwetschkenröster Kompott? Was steckt im Praliné "Knusper Froschi" wirklich drin? In diesem Rahmen bewegt sich der kaffeehauskulinarische Abend "Palatschinquecento" in der Scala. Prinzipal Bruno Max, diesmal selbst Akteur im liebevoll als Café arrangierten Spielraum, schenkt eine annehmbar ausgewählte Melange von Aphorismen, Anekdoten, Sketches und Liedern ein und lässt dazu Heißgetränke (selbstverständlich samt einem Glas Wasser), Palatschinken und Sacherschnitten unter Musikbegleitung (Cello, Geige, Klavier, Orgel) servieren. Damit die "k.u.k. süße Schweinerei" nicht zu süß wird, kredenzt das Kellner-Ensemble neben Herzmanovsky-Orlando und (zu viel) Torberg auch Georg Kreisler, Monty Python (in wienerischer Bearbeitung) und H.C. Artmann: "Erlaubent, Schas, sehr heiß!" Die frisch und erfreulich bekömmlich zubereitete Verpflegung ist hingegen kein Schas und im Eintrittspreis inbegriffen, eine Reservierung daher unbedingt erforderlich.

Scala, täglich außer So/Mo 19.45 (bis 4.4.)


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