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Filmschau und Symposium "Hunde/Welt/Bild"

Lexikon | aus FALTER 13/09 vom 25.03.2009

Am Anfang war: der Hund. Er streunte durchs Bild in den Filmen des frühen Kinos, meist unbeabsichtigt und aus reiner Neugier, arbeitete sich rasch zu Hauptrollen als Detektiv oder Polizeihund hoch, wurde im Zweiten Weltkrieg als Meldehund für lebensgefährliche Botengänge missbraucht und machte schließlich Karriere als Fetischobjekt von Tierliebhabern und Untersuchungsgegenstand der Philosophie, Kunstgeschichte, Filmtheorie und Psychoanalyse (nicht zufällig trat Sigmund Freud die Flucht ins britische Exil zusammen mit seinen geliebten Vierbeinern an). "Hunde/Welt/Bild", ein von Wilbirg Brainin-Donnenberg und der Künstlerin Hanna Schimek für Synema kuratiertes Symposium im Österreichischen Filmmuseum, lotet die mannigfaltigen Beziehungen zwischen Hund, Mensch und Kino aus. Ergänzend zu Vorträgen von Christine Noll Brinckmann, Thomas Macho, Wolfgang Pircher, August Ruhs u.a. werden zwei umfangreiche Kurzfilmprogramme unter dem schönen Titel "Stand By Your Man" und "Good Dog, Bad Dog" gezeigt. MO

Österreichisches Filmmuseum, Fr und Sa jeweils 14.30 bis 20.30


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