Keine Angst vor der großen Inflation

Falter & Meinung | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Der europäischen Wirtschaft droht nicht Geldentwertung, sondern Deflation und Massenarbeitslosigkeit

Kommentar: Markus Marterbauer

Die Zahl der Arbeitslosen schießt dramatisch nach oben, Export und Produktion in der Industrie brechen ein, die Wirtschaftskrise weitet sich unaufhaltsam auf die gesamte Wirtschaft aus. Doch egal, wo und mit wem man derzeit über die Wirtschaftskrise spricht, rasch taucht eine wirkliche Angst auf: Droht über kurz oder lang nicht eine Hyperinflation?

Dabei werden zwei Argumente ins Treffen geführt. Erstens: Die Zentralbanken der Welt drucken auf Teufel komm raus Geld, um das Finanzsystem vor dem Absturz zu bewahren. Das muss doch früher oder später in Inflation münden. Zweitens: Die Budgetdefizite steigen aufgrund der krisenbedingten Steuerausfälle und der Konjunkturprogramme dramatisch. Was liegt näher, als die Staatsschulden durch Inflation wieder abzuschmelzen?

Den Ängsten vor der Geldentwertung ist meist nicht leicht beizukommen, denn sie ruhen auch


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