"Es reicht mir noch lange nicht"

Politik | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Bildungsministerin Claudia Schmied über Gewerkschaftsreflexe, ihr Lehrerbild und den Vorwurf, kalt zu sein

Interview: Ingrid Brodnig

Seit Wochen brodelt der Schulstreit. Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) muss sparen, um ihre Reformen zu finanzieren. Also sollen Lehrer zwei Stunden pro Woche mehr unterrichten. Die weigern sich aber. Der Ministerin bleibt nur mehr bis zum 20. April Zeit, eine Lösung zu finden. Denn bis zur Budgetrede fordert Parteigenosse und Bundeskanzler Werner Faymann eine Einigung. Ein Gespräch über Reform, Harmonie und Lehrerprotest.

Falter: Frau Ministerin, Sie kommen aus der Privatwirtschaft. Dort ergreifen viele Unternehmen harte Sparmaßnahmen. Können Sie sich vorstellen, dass sich ein Manager so viel Ärger einfängt wie Sie?

Claudia Schmied: Solche Maßnahmen sind auch in der Privatwirtschaft unangenehm. Aber möglicherweise ist das Verständnis dafür dort weiter entwickelt als im öffentlichen Dienst. Da nimmt die Gewerkschaft fast reflexartig eine ablehnende


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige