Roter Falke sucht bunte Vögel

Politik | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Der neue Stadtrat Christian Oxonitsch soll ein Signal für die Öffnung des roten Rathauses sein

Porträt: Julia Ortner

Jetzt hat Christian Oxonitsch den besonderen Sitzplatz im roten Block, erste Reihe. Diese Doppelbank, bei der die mittlere Armlehne fehlt - ein Andenken an den voluminösen Stadtrat Fritz Svihalek, der sonst nicht in die spartanische Sitzgelegenheit gepasst hätte, erzählen die Rathausnattern. Oxonitsch, 47, ist damit ganz vorne angekommen.

Seinen Weg hat er als kleiner Abgeordneter ganz hinten, in der letzten Reihe des Wiener Gemeinderatssaales begonnen. Mit dem Aufstieg zum Klubobmann übersiedelte der Sozialdemokrat weiter nach vorne, nun ist der neue Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport an einem der begehrten roten Regierungsplätze gelandet - eine klassische Parteikarriere, abzulesen an der Sitzordnung.

Die Kassettendecke aus Edelhölzern, die Fresken, der Luster von der Pariser Weltausstellung: sein neuer Arbeitsplatz, der düstere Sitzungssaal, hat

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