Der amerikanische Virus hat die Welt infiziert

Politik | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Beim Krisenerklärbuch des Wirtschaftsjournalisten Rainer Hank ist Skepsis angebracht. Denn er hält am Wirtschaftsdarwinismus fest

Rezension: Richard Wimmer

Meteorologen, Demoskopen und neuerdings Finanzjournalisten: Sie alle haben Erklärungsbedarf, wenn ihre Einschätzungen danebengehen. Letztere nur dann, wenn sie nicht zu der Sorte Journalisten gehören, die "nachher immer alles vorher schon gewusst haben" (Karl Kraus). Spott ist jedoch nicht angebracht, schließlich haben auch die Hohepriester des Laisser-faire-Kapitalismus wie Alan Greenspan die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht kommen sehen. So mancher Leser wird aber das Buch "Der amerikanische Virus" des deutschen Finanzjournalisten Rainer Hank mit jener Skepsis aufschlagen, die man etwa einem Kochbuch entgegenbringt, dessen Rezepte beim Nachkochen bisher nichts geworden sind, zumal das Werk mit der Frage "Wie verhindern wir den nächsten Crash?" untertitelt ist.

Hank spannt einen weiten Bogen vom liberalen Kapitalismus von 1890

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