Wie gedruckt

Pressekolumne


Nina Horaczek
Medien | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Christian Rainer läuft nicht Gefahr tiefzustapeln. Das zeigt nicht zuletzt das dieswöchige profil. Die Zilk-Geschichte hatte etwas, keine Frage. Aber im März 2009 bereits die "Jahrhundertstory" auszurufen, ist vielleicht ein bisserl gewagt. Aber kleckern ist wohl nicht ganz Sache des profil-Herausgebers, wie am Sonntag in "Frühstück bei mir" auf Ö3 zu hören war. Da erzählte Rainer, sein Verhältnis zu Raiffeisen-Boss Christian Konrad - gemeinhin als einer der mächtigsten Männer Österreichs bezeichnet - sei "wie Onkel und Neffe, das gibt es ja auch bei Faymann und Dichand". Keine Angst, der profil-Chef will nicht Kanzler werden, "weil Herausgeber von profil ist mindestens so viel wert". Dafür ist Rainer wenig peinlich. Wer würde sonst, Jahrzehnte später, freiwillig zugeben, als Student "Yes", die absolut jenseitigste Studi-Fraktion, gewählt zu haben. Weil das sympathisch ist. Wollen wir ihm wünschen, dass sein Leben nicht so ausklingt, wie er im Radio prophezeit: "Vielleicht endest du als schwermütiger Alkoholiker und bringst dich eines Tages selber um."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige