Holt uns da raus!

Medien | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Die Regierung verkennt die Chancen eines freien ORF. Wir müssen ihr die Angst vor kritischem Journalismus nehmen

Appell: Christian Schüller

Wunder kommen selten. Dass renommierte Chefredakteure hierzulande zusammenfinden, um für die Unabhängigkeit des ORF zu kämpfen, ist ein starkes Signal. Auch wenn wir uns diese Unterstützung schon 2001 gewünscht hätten, als die schwarz-blaue Regierung daranging, sich den ORF gefügig zu machen. Oder spätestens vor drei Jahren, als die Gleichschaltung bevorstand.

Wir sind nicht allein

Auf ein breites Aufbegehren für mehr Meinungsvielfalt zu hoffen galt damals als naiv. Österreichs Zeitungen, so behaupteten noch vor kurzem die Realisten der Branche, würden sich einen schwachen ORF wünschen. Aus dieser Schwäche hofften einige Verleger Kapital zu schlagen.

Kritische Journalisten hatten mit uns ORF-Leuten noch ein Problem. Sie bezweifelten, dass wir Eigenständigkeit und Unabhängigkeit wirklich ernst meinten. Dieses Misstrauen war nicht ganz unberechtigt.

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige