Da ist eine Nase in meinem Brot

Feuilleton | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Der Geburtstag des russischen Schriftstellers Nikolai Gogol jährt sich zum 200. Mal

Werkwürdigung: Erich Klein

Nikolai Gogol wurde am 1. April 1809 in Welyki Sorotschynzi als Sohn eines polnisch-ukrainischen Gutsbesitzers geboren. Sein literarisches Debüt, die Idyllendichtung "Hans Küchelgarten", endet wie sein späteres Hauptwerk "Tote Seelen" im Autodafé. Anfängliche Schauspielerpläne zerschlagen sich, mit dem Eintritt in den Staatsdienst zeichnet sich eine glanzlose Beamtenkarriere in der stagnierenden Ära von Nikolaus I. ab. Erstmals aufmerksam werden die literarischen Kreise der Hauptstadt Sankt Petersburg auf den späteren russischen Homer durch die Erzählsammlungen "Abende auf dem Vorwerk von Dikjanka" und "Mirgorod".

Gogol charakterisiert seine kleinrussischen Erzählungen folgendermaßen: "Überall durchdringt sie, stets atmet in ihnen die weite ungebundene Freiheit des Kosakenlebens." Mit "Taras Bulba", der Geschichte des legendären Kosakenhauptmannes, der die Saporoscher


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