Die Stadt mit den falschen Eigenschaften

Stadtleben | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Kaffeehaus, Klassik, Kaiserzeit: darauf reduzieren Touristen Wien. Genau das soll sich nun ändern

Bericht: Ingrid Brodnig

Ihre letzten Minuten in Wien verbringen sie am Computer. Die beiden jungen Frauen sitzen im Internetcafé ihres Hostels auf der Mariahilfer Straße und tippen Nachrichten an ihre Freunde zuhause in Montreal. Margot Porter und Jessica Léger sind Anfang 20, haben den Studienabschluss in der Tasche und reisen nun durch Europa. Knapp drei Tage waren sie in Wien, bald startet ihr Flugzeug. Draußen nieselt es.

Vienna? Hier hatten die beiden viel Pech. Die Klimt-Ausstellung hatte gerade geschlossen, die Oper war zu teuer. "Aber die Hofburg war groß und beeindruckend", sagt Margot. "Und die Leute sind wirklich freundlich", findet Jessica. Die beiden Kanadierinnen sind typische Wientouristen. Sie haben Schönbrunn, das Haus der Musik und den Naschmarkt besucht, beim Demel Kaffee und Kuchen bestellt. Wien, davon haben sich die beiden tolle Sehenswürdigkeiten versprochen, ein


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