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Leben, Sterben und die Sehnsucht nach Erlösung

Lexikon | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

Sein überwältigendes Oratorium "Messiah" hat G.F. Händel 1742 eher als Tongemälde denn als Musiktheater angelegt: Eine konkrete Handlung, wie etwa in den Passionen Bachs, wird nicht erzählt; ja, die Titelfigur tritt nicht einmal auf. Der Text will vielmehr zeigen, dass Jesus von Nazareth der Messias im Sinne der Prophezeiungen war. Für seine szenische Umsetzung des Oratoriums führte Regisseur Claus Guth also eine Gruppe von Menschen ein, die durch einschneidende Erlebnisse mit der Frage nach dem Sinn des Lebens und Sterbens konfrontiert wurden. So treffen realistische Situationen auf die musikalisch formulierte Erlösungssehnsucht Händels, die vom Ensemble Matheus und dem Arnold Schönberg Chor unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi realisiert wird. CF

Theater an der Wien, Fr und Mo 19.00


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