Ausstellung Kritik

Gähnen im Paternoster

Lexikon | aus FALTER 14/09 vom 01.04.2009

In einem Raum liegt die Erstausgabe von Dashiell Hammetts Krimi "Der Malteser Falke", in einem flimmert der gleichnamige Film von John Huston, in einem anderen ertönt Filmmusik von Miles Davis: Mindestens zur Hälfte stellt die Schau "Fahrstuhl zum Schafott" nichts weiter als eine Aneinanderreihung dar. Mehr bietet die Präsentation der Crime-Fotos von Weegee aus den 30er-Jahren, für die eine historische, von dem Pressefotografen 1941 selbstgestaltete Ausstellung rekonstruiert wurde. Wie diese klassischen Beiträge zum Genre Noir jedoch zum Herzstück der Schau passen, bleibt mehr als vage: Die Installation von Banks Violette, ein ausgebranntes Schlagzeug mit züngelnden Flammen, hat - wenngleich auch "Tatort" - so gut wie gar nichts mit der historischen Schwärze zu tun. NS

Kunsthalle Wien, bis 3.5.


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