Kritik

Die liebe Familie: Neil Simon für Junge

Lexikon | Bettina Hagen | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Die Zeitmaschine ist gut geschmiert, wenn im Theater der Jugend "Brooklyn Memoiren" von Neil Simon auf dem Programm steht. Der 15-jährige Eugene erlebt am Vorabend des Zweiten Weltkrieges im Schoße seiner jüdischen Familie eine geballte Ladung Frühlingsgefühle. Obwohl es der Familie wirtschaftlich schlecht geht, tut das ihrer Verbundenheit wenig Abbruch. Die Sorgen und Zwistigkeiten werden von einer übermenschlich gütigen Vaterfigur und einer aufopfernd tüchtigen Mutter getragen. Matthias Mamedof als Eugene führt von Szene zu Szene und steuert damit den jugendlich lebendigen Duktus der Handlung. Bei aller Tragik und pubertären Verwirrung überwiegt der tiefe Humor in dieser Geschichte, die als Liebeserklärung an die Familie ankommt.

Renaissancetheater, Mi und Do 19.30 (bis 25.4.)


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