Sie werden kommen und euch fressen!

Falter & Meinung | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Die Online-Monster von Google und YouTube haben uns eine Urheberrechtsdebatte beschert. Und das ist gut so

Kommentar: Klaus Nüchtern

Zwei Monster gehen um, weltweit: Sie heißen YouTube und Google Book Search und ernähren sich von Wort und Bild. Das Besondere an den beiden gierigen Gesellen: Das, was sie fressen, wird unverdaut ausgeschieden und kann ohne Qualitätsverlust nachgenutzt werden.

Weniger metaphorisch ausgedrückt: Das Service, das die beiden Portale bieten, stellt eine systematische Urheberrechtsverletzung dar. Weil die Tantiemenverträge mit der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema ausgelaufen sind, hat YouTube nun die von den Plattenfirmen ganz offiziell ins Netz gestellten Musikvideos gesperrt - wohingegen YouTube-Nutzer sich weiterhin die illegalen Kopien (u.a. auch der identen Videos) reinziehen können.

In den USA ist es mittlerweile zu einem gerichtlichen Vergleich zwischen Google und den Autorenverbänden gekommen. Man kann es kurz so zusammenfassen: Die Kraft des Faktischen


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