Das Ende der Bananenrepublik

Politik | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Schärfere Gesetze, starke Behörden, Druck aus Europa und eine neue Generation bissiger Ermittler: Warum die Republik endlich mit Wirtschaftsverbrechen, Seilschaften und Freunderlwirtschaft aufräumt

Bericht: Florian Klenk

Ein dunkler Gang, quietschende Aktenwagen und ein Amtsdiener, der mit "Mahlzeit" grüßt. Im vierten Stock des Straflandesgerichts residiert die Staatsanwaltschaft Wien. Man würde hier, wo verschwiegene Ankläger immer wieder politische Fälle wegadministrierten, vieles vermuten - nur keine Front im Kampf gegen die Mächtigen.

Wer die Türe des Zimmer 4069 öffnet, der wird in diesem Vorurteil verstört. Da sitzt, zwischen einem Berg von Akten, Kartons und Büchern, ein Staatsanwalt namens Gerhard Jarosch und rotiert zwischen seinen Telefonen. Er hebt ab, er legt auf, es klingelt, er hebt ab, er legt auf, es klingelt. Hunderte Journalisten rufen ihn dieser Tage an, sie wollen informiert werden über die Ermittlungen gegen mutmaßlich kriminelle Lobbyisten, Banker, Sportler,


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