"Österreich hat mich enttäuscht"

Politik | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Europarat-Experte Drago Kos über die Attacken gegen Antikorruptions-behörden in Österreich

In Slowenien ist Drago Kos als Fußballschiedsrichter bekannt. Seit 2004 leitet der ehemalige Spitzenpolizist die slowenische Kommission zur Korruptionsprävention und ist Präsident der "Group of States against corruption" (GRECO), die 1999 vom Europarat in Straßburg gegründet wurde. Als Beobachter der österreichischen Situation empfiehlt er eine unabhängigen Institution, die sich mit Korruptionsprävention beschäftigt.

Falter: Herr Kos, wie sehen Sie die Korruptionsbekämpfung in Österreich?

Drago Kos: Österreich hat mich letztes Jahr enttäuscht, weil es hieß, dass das Büro für interne Angelegenheiten (BIA) aufgelöst werden sollte. Ohne diese Institution wäre das Land ein schwarzer Fleck auf der Antikorruptionslandkarte. Dank BIA ist Österreich europaweit ein wichtiger Spieler. Dennoch starteten einige Politiker Aktionen gegen das BIA.

Weshalb?

Kos: Politiker sahen sich in Gefahr, weil


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