150.000 gegen Julius

Politik | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Im Fall Meinl rollt eine Lawine zivilrechtlicher Klagen - mit ersten Erfolgen für Anleger wie Monika Kosch

Bericht: Stefan Apfl

Bei der letzten Begegnung verabschiedete sich Monika Kosch mit den Worten: "Ich habe alles verloren, und der Meinl ist noch immer Milliardär." Das war im September 2008. Die Mindestrentnerin schilderte damals, wie sie Anfang 2007 ihr Erbe in der Höhe von 450.000 Euro in Zertifikate von Meinl European Land (MEL) investiert - und bald darauf alles verloren hatte.

Sie erzählte von ihrem Exmann, einem Mitarbeiter des Finanzberaters EFS, der sie über Monate bedrängt hatte, das Geld in MEL-Papiere zu investieren; von ihrem EFS-Berater, der von Risiken nichts erwähnt, sondern die Wertpapiere im Gegenteil wie ein Sparbuch dargestellt hatte; Kosch erzählte auch von der Ersten Bank, die ihr einen Fremdwährungskredit über 250.000 Euro gewährt hatte, mit dem sie ihr neues Reihenhaus finanzierte.

Monika Kosch mag durch die Höhe ihrer Investition hervorstechen, aber


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