Gesucht: Plattenbauwohung mit Elbblick

Feuilleton | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Nur scheinbar ist die Interieurmalerei ein verstaubtes Genre der Kunstgeschichte. Eine Ehrenrettung

Bericht: Matthias Dusini

Die Darstellung von Innenräumen ist das Thema der kleinen, sorgfältig kuratierten Ausstellung "Raum im Bild" im Kunsthistorischen Museum (KHM). Die von Kurator Karl Schütz ausgesuchten Werke stammen aus dem Zeitraum zwischen 1500 und 1900. Es handelt sich bei der Interieurmalerei um eine von der Kunstgeschichte vernachlässigte und dennoch überaus moderne Bildgattung.

Drei Innenraumspezialisten erklären dem Falter anhand eines Exponats deren Aktualität. Die ausgesuchte Zeichnung stammt vom deutschen Maler Caspar David Friedrich (1774-1840). 1798 war er als Kunststudent nach Dresden gezogen, um an der dortigen Akademie sein Studium abzuschließen. Um 1805 entstand die Sepiazeichnung "Blick aus dem Atelier".

"Durchaus brauchbar", urteilt der Dresdner Immobilienmakler Marko Häbold, der selbst Wohnungen und Häuser für Annoncen fotografiert. Auch er versuche mit der

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