Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

... dass zwischen der Republik Wieden und dem Erbkaisertum Innere Stadt ein kleiner Territorialkonflikt ausgebrochen ist. Streitobjekt ist der Resselpark, der aus Verwaltungsgründen zur Gänze an die Wieden abgetreten werden soll. Die Innenstadt legt sich quer und meint, dass die geschichtsträchtigen Otto-Wagner-Pavillons im Herz der Wienerstadt bleiben sollten. Jetzt wird die Uno konsultiert: Planungsstadtrat Schicker soll ein Machtwort sprechen.

… dass die Leopoldstadt derweil nach Norden expandiert. Kürzlich wurden die Pläne für das "Messecarree Nord" präsentiert, ein großer, scherenförmiger Teil des neuen Messegeländes. Es soll bis 2013 fertig sein und gemeinsam mit WU und neuem OMV-Hauptquartier das Viertel prägen.

… dass das Café Museum, unbestreitbar in der Innenstadt gelegen, 110 Jahre alt wird. Seine nüchterne Innengestaltung war die erste große Auftragsarbeit des Architekten Adolf Loos. Seit einer umfassenden Renovierung vor einigen Jahren hat das Kaffeehaus allerdings viel von seinem Charme verloren.

... dass in der Donaustadt der Konflikt gar handgreiflich wird. 38 Personen gingen am Samstagabend bei einer Massenprügelei aufeinander los. Der Auslöser des Konflikts ist laut Polizei nicht bekannt.

... dass jener Mann, der im Februar im Prater mit einem Schneepflug einen Jogger totgefahren hat, zu einem Jahr unbedingter Haft verurteilt wurde. Der 27-Jährige sprang für einen Bruder ein, war betrunken und hatte keinen Führerschein. Auf die Frage, warum er den Job dann nicht abgelehnt habe, sagte er: "Das kann man nicht, wenn die Firma anruft."


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