Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Moric Blaufränkisch

Stadtleben | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Der kleine Bruder des am besten bewerteten Blaufränkisch ever

2001 begann Roland Velich, der eigentlich Croupier war, dann aber mit einem Chardonnay ("Tiglat") seines elterlichen Weingutes in Apetlon großen Erfolg hatte, ein kompromissloses Rotweinprojekt: Blaufränkischtrauben aus besten Lagen und uralten Weingärten im Mittelburgenland, ganz anders vinifiziert, als das in Österreich für Top-Rotweine üblich ist, also nicht im Barrique, nicht konzentriert oder mit Zucker aufgebessert. Die Weine namens Moric sind eleganter, feiner, leichter und haben weitaus mehr Säure, als Österreichs Winzer das anstreben, entsprechend überschaubar blieb bisher auch der Fan-Kreis. Nun bekam sein Top-Moric aber 95 Punkte bei Robert Parker, dem wichtigsten Weinjournalisten der Welt und absolut tonangebend im Weinuniversum, mehr als jeder österreichische Rotwein bisher. Entsprechend ist da jetzt der Bär los bei Winzern und Journalisten, und Roland Velich kann man ein Gefühl der Genugtuung über seinen kleinen Moric "Blaufränkisch 2007", einen extrem seidigen, fruchtig-feinen Rotwein mit ordentlich Säure, irgendwie nicht ganz verübeln. FH


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