Meinl muss man mögen (wenn's ums Kochen geht)


Armin Thurnher
Stadtleben | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Das Meinl-Kochbuch, ein neuer Gerlach, ein kurdischer Lyriker als Koch und ein Handbuch Asien: Vier Kochbücher der Stunde

Zweifellos das Kochbuch der Stunde. Man spricht über den fünften Meinl, aber den Appetit lassen wir uns durch seine unappetitlichen Finanzmachinationen nicht verderben. Der Meinl am Graben bleibt eine gastronomische Institution, dort werden sinnvolle Produkte zu angemessenen Preisen verkauft. Joachim Gradwohl ist ein hervorragender Koch, der das angeschlossene Restaurant führt und ein schnörkelloses Kochbuch mit modernen Rezepten und appetitanregenden Fotos vorlegt. Der Vorteil: Man weiß, wo man die Zutaten kriegt; wenn man sich nicht auskennt, weiß man, wo man den Koch findet. Werner Meisinger (siehe S. 44) hat ein Vorwort geschrieben, das die Geschichte der kulinarischen Institution Meinl erzählt; hoffen wir nicht, dass dieses Buch einst als Nachruf gilt.

Joachim Gradwohl, Udo Kaubek:

Das große Julius Meinl Kochbuch. Christian Brandstätter Verlag,

223 S. €

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