Das Ei des Tages

Stadtleben | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Das Rezept für gebackene Eier: Mehl, Eier, Brösel und eine Prise Nervenkraft

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Das scheinbar Alltägliche in ungeahnter Form zu zeigen zählt zu den größten Freuden der Küchenkünstler. Es führt diese Ambition zur Verbindung billiger Materialien mit luxuriösen Ingredienzien und daher zu Kompositionen wie Kutteln mit Gänseleber und Erdäpfelpuffer mit Kaviar. Sie führt auch dazu, dass man gelegentlich in allernobelsten Lokalen mit verblüffend einfachen Speisen konfrontiert wird.

Letztens hatte ich ein solches Vergnügen im Pariser L'Ambroisie, das mit drei Michelin-Sternen und weiß Gott wie vielen weiteren Höchstdekorationen zu den führenden Altären der kulinarisch motivierten Geldverbrennung zählt und in dem - kein Scherz - das Brathuhn für zwei Personen zu 260 Euro ausgeliefert wird (erstklassiges Huhn aus der Bresse allerdings, extrem perfekt gebraten).

Als Zwischengericht wurde mir Ihro Delikatesse das weichgekochte Ei auf Spinat dargeboten.


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