Warum Gärten nicht mehr nur individuelle, biedermeierliche Rückzugsräume, sondern auch coole soziale Stadträume sind

Steiermark | aus FALTER 15/09 vom 08.04.2009

Die Biologin Beate Koller führt im oberösterreichischen Schiltern die Geschäfte des Vereins Arche Noah, der sich seit fast zwanzig Jahren für die Erhaltung der Vielfalt von heimischen Kulturpflanzen einsetzt. Mehr als 6000 Gemüse- und Getreidesorten umfasst das Archiv des Vereins, außerdem Hunderte Obstsorten, deren Verbreitung durch ein landesweites Netzwerk von Sortenpatenschaften garantiert wird.

Falter: Wird wieder mehr gegärtnert?

Beate Koller: Ich hoffe, dass es sich nicht nur um einen Aufschwung des Gärtnerns handelt, sondern vor allem um das Ende einer gewissen Umnachtung. Gärten wurden jahrhundertelang für so verschiedene Zwecke wie Selbstversorgung, Identifikation oder einfach um sich zu treffen genutzt. Erst in der Nachkriegszeit kam in unseren Breiten die Idee auf, dass Rollrasen und Thujenhecken besser, schöner und praktischer sind und dass man sich das Essen lieber billig im Supermarkt kauft. Hoffentlich war das nur ein kurzes Zwischentief.

Wie sieht das "Hoch" aus?


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