Ausstellung Vernissage

Fakten und Fiktionen über fremde Länder

Lexikon | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Jahrhundertelang wurde über die Kontinente Amerika, Afrika und Asien nur gemutmaßt, und noch im 17. Jahrhundert erschienen diese sagenumwobenen Erdteile europäischen Gelehrten so weit entlegen wie andere Sterne. Die Berichte von Kolonisatoren, Seehändlern, Missionaren oder Gesandten bildeten die Quellen für erste geografische Darstellungen, die sich noch zwischen Forschung und Fiktion bewegten. Die Ausstellung "Annäherungen an die Ferne" in der Österreichischen Nationalbibliothek bereitet nun geografische Kostbarkeiten aus eigenen Beständen auf. Darunter findet sich etwa eine Inselansicht aus dem 1662 in den Niederlanden publizierten "Atlas Blaeu-Van der Hem". Diese Sammlung von kommentierten Karten und gezeichneten Ansichten gilt weltweit als einer der prächtigsten Atlasse und wurde 2003 auch als Weltdokumentenerbe in eine Unesco-Liste aufgenommen. Die Schau zeigt aber nicht nur Kartenwerke, sondern auch rare Dokumente aus Ethnografie, Botanik und Zoologie. NS

Österreichische Nationalbibliothek, Do 19.00, bis 8.11.


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