Kolumne

Die Öffnung der Türkei nach Europa muss weitergehen

Außenpolitik

Raimund Löw | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Die Türkei gehört nicht zu Europa, ließ Nicolas Sarkozy wissen. Angela Merkel erinnert an die Möglichkeit einer privilegierten Beziehung als Alternative zur Mitgliedschaft in der EU. Österreichs Bundeskanzler Faymann ist "strikt" gegen einen türkischen EU-Beitritt.

Warum die plötzliche Erregung? Barack Obama hatte vor dem Parlament in Ankara an die Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte und Kultur quer über den Bosporus erinnert. "Die ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt stärkt Europa. Die türkische Mitgliedschaft würde das Fundament Europas erweitern." Was folgte, war ein Proteststurm, als ob etwas noch nie da Gewesenes passiert wäre. Kommentatoren, die selbst gerne streng mit den USA ins Gericht gehen, finden es unerhört, dass ein amerikanischer Präsident seine Meinung zu europäischen Angelegenheiten äußert. Fast konnte man glauben, die Aufnahme der Türkei stehe unmittelbar bevor. In Wirklichkeit ist erst ein einziger von 35 Themenbereichen ausverhandelt. Vor 2020


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