Wertungsexzess

Dolm der Woche: Maria Fekter

Politik | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Die schwarze Innenministerin gefällt sich in der Argumentation von George W. Bush

Soll man Maria Fekter eigentlich frei herumlaufen lassen? Es kann ja nicht ausgeschlossen werden, dass die Innenministerin Unsinn treibt. Besser also, wir nehmen Fekter in Schutz vor sich selbst und isolieren sie. Es muss ja kein Gitterkäfig sein wie in Guantánamo. Das US-Lager soll bekanntlich aufgelassen werden. US-Präsident Obama bittet Europa um Hilfe. Sein Dilemma: Einige (der ungefährlichen) Häftlinge können nicht mehr in ihre Heimat zurück, weil dort Folter droht. In den USA, das Land, das sie jahrelang gedemütigt hat, wollen sie nicht bleiben. Deshalb springen EU-Partner ein, indem sie den unschuldigen Häftlingen Asyl gewähren. Fekter aber ist dagegen. Es sei ja noch nicht geklärt, ob sie Terroristen seien, sagt sie. Die Leute könnten ja frei bis zu uns reisen! George W. Bush hätte es nicht besser sagen können.


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