Zu ebener Erde und erster Stock

Politik | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Gefängnis Stein: Fäkalien in der Küche, Vorhänge statt Klotüren, ein Chefbüro für 65.000 Euro

Bericht: Florian Klenk

Wenn es regnet in Krems an der Donau, dann steigt das Grundwasser und setzt die Keller der Bewohner unter Wasser. Auch in der Anstaltsküche der Justizanstalt Krems-Stein, des größten Gefängnisses des Landes, geht der Kanal über. Die Küche liegt im Keller der Anstalt. Abwässer und Fäkalien der Gefangenen, so schildert es Anstaltsleiter Christian Timm, gelangen über die verschlammten und verstopften Rohre in die Küche. "Es ist ein altes Kanalisationssystem", klagt Timm. Man müsste das "leidige Problem" endlich lösen.

Die Sache mit den Fäkalien hat die Justiz hier auch in manchen Zellen nicht unter Kontrolle. Es gibt Hafträume ohne baulich abgetrennte Toiletten, rügte kürzlich Volksanwältin Gertrude Brinek. Die Klomuscheln stehen mitten im Zimmer. Rund 70 Gefangenen seien gezwungen, hinter einem Vorhang ihre intimen Geschäfte zu verrichten, wie das im 19.


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