Verpfuscht und vertuscht

Politik | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Ein neue interne Studie zeigt das wahre Ausmaß der Behandlungsfehler in Österreichs Spitälern. Doch die Ge heimniskrämerei geht weiter

Bericht: Kurt Langbein

Die Primarärzte der niederösterreichischen Spitäler bekamen in den letzten Märztagen streng vertrauliche Post von der Landeskliniken-Holding. Zunächst mussten sie unterschreiben, dass sie die Informationen, die sie nun bekämen, weder mit Mitarbeitern noch mit Kollegen und schon gar nicht mit Menschen außerhalb der Kliniken besprechen dürften.

Dann erhielten die solcherart zu Geheimnisträgern gemachten Mediziner Zugang zum "Masterplan Gesundheit 2015/2020", den der internationale Beraterkonzern Roland Berger Strategy Consultants für die Spitalsmanager in St. Pölten erstellt hat.

Die Abteilungsleiter der 27 Landeskliniken Niederösterreichs staunten, als sie lesen durften, was die Berater auf 103 Seiten im "Abschlussband Modul Vorarbeiten Qualität" an Daten für das Jahr 2007 zusammengetragen hatten.

Zwei Wochen davor war


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