Vom Flashmob zur Revolution

Politik | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Wie junge Aktivisten die kommunistisch regierte Republik Moldau im Namen Europas demokratisieren wollen

Analyse: Stefan Apfl

Elena Zgardan schwebt in Gefahr. Weil sie und ihre Freunde laut Wladimir Voronin, dem kommunistischen Präsidenten der Republik Moldau, eine Gefahr für den Staat sind. "Ich werde beschattet und mein Telefon wird abgehört", schreibt die 21-jährige Aktivistin der Jugendinitiative "Think Moldova". Der Chat findet über Skype statt, das als abhörsicher gilt. Als Zgardan per Telefon erfährt, dass das Gerücht im Umlauf ist, sie sei verhaftet worden, bricht der Chat mit "I have to go" ab.

Am Tag danach ist Zgardan wieder online. Die Unwahrheit ist gezielt vom Geheimdienst gestreut worden, um sie einzuschüchtern, wie Zgardan meint.

In Moldau ist es dieser Tage schwer möglich, Fakten und Propaganda auseinanderzuhalten. Demos werden angekündigt und abgesagt, von Entführungen ist die Rede und Schießereien machen die Runde. Was geschieht gerade im letzten ehemaligen Ostblockstaat


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