Von A wie Anschluss bis Z wie Zigeuner

Politik | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Zwei Nachschlagewerke klären den "Gutmenschen" über politisch korrekten Sprachgebrauch auf. Bloß der Gutmensch selbst fehlt

Rezension: Herwig G. Höller

Wenn man heute die Gutmenschen hernimmt, dann muss man schon fast ein Wörterbuch dabeihaben. Da gibt es schon fast tausende Vokabel, die verboten sind in diesem Land - wenn es nach denen ginge." FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache 2008 beim Neujahrstreffen seiner Partei, kurz bevor er "bewusst zynisch" die geplante österreichische Ratifizierung des Lissabon-Vertrags mit dem "Anschluss" 1938 verglich: Damals habe es - so Strache - eine sehr fragwürdige Volksabstimmung gegeben, 2008 habe man einen Anschluss an eine zentralistische und diktatorische EU gar ohne Abstimmung vor.

Ja, es gibt diese Nachschlagwerke, die so mancher Politiker bisweilen konsultieren sollte. Etwa das mittlerweile zweibändige "Wörterbuch der, Vergangenheitsbewältigung'", in dem auf mehr als 1400 Seiten 2000 Vokabeln abgehandelt werden. Thorsten Eitz und Georg Stötzel,


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