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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Schön, dass es in diesem Land Zeitungen gibt, die ihrem Informationsauftrag umfassend nachkommen. Der "Kurier" zum Beispiel, der hatte vergangene Woche eine zwölfseitige, nicht als Werbung gekennzeichnete Beilage, in der man alles Wesentliche über Niederösterreich erfuhr. Schließlich wird dort schon 2013 neu gewählt. Und auf der Titelseite ist natürlich ER: Niederösterreichs absolut regierender Landeshauptmann Erwin Pröll. Wen sollte ein unabhängiges Medium denn sonst aufs Cover knallen, wenn nicht den Landesvater? Der hat nämlich Wichtiges zu sagen: Unter der Spitzmarke "Zuversicht" erklärt Pröll: "Konjunkturbelebende Maßnahmen greifen schon." Denn "Niederösterreich hat schon viele schwierige Situationen gemeistert". Also wird Pröll seine Schäfchen auch durch die internationale Wirtschaftskrise tragen. Wen überrascht es da noch, dass selbst Kurier-Chefredakteur Christoph Kotanko in derselben Beilage einen Kommentar schreibt, in dem er meint: "Niederösterreich hatte schlechte Perspektiven. Und machte viel daraus."


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