Expedition Haydn: eine kleine Rundreise zu den Originalschauplätzen in Haydns Leben

Feuilleton | Carsten Fastner | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Man sieht es schon an der Eintrittskarte: Mit Joseph Haydns Geburtshaus im niederösterreichischen Rohrau betritt man eine Welt von gestern. Für zwei Euro gibt es hier kein großformatiges Thermodruckticket, sondern eine herrlich altmodische, perforierte Abrisskarte von der Rolle.

Vergilbte Fotokopien von Notenblättern, ein verstaubtes Bühnenmodell und ein paar faksimilierte Porträts sind zu besichtigen. Doch darum geht es nicht. Das eigentliche Exponat ist das Haus selbst.

Wer Joseph Haydn aus Anlass seines 200. Todestages neu entdecken möchte, muss sich - mangels eigener Ausstellungen in Wien - auf eine kleine Rundreise zu Originalschauplätzen in der näheren Umgebung machen. Und beginnt am besten im Haydn-Geburtshaus in Rohrau.

Dort hat der Wagnermeister Mathias Haydn um 1728 ein kleines, strohbedecktes Haus gebaut, in dem am 31. März 1732 sein Sohn Joseph zur Welt kam. Zwar ist der einstöckige Bau 1899 beinahe zur Gänze abgebrannt. Doch vermittelt die weitgehend originalgetreue


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