Flackern im Herzen, Lavalampe im Kopf

Feuilleton | aus FALTER 16/09 vom 15.04.2009

Die Filme "Contact High" und "Universalove" zelebrieren Liebe, Pop und andere Rauschmittel

Kritik: Joachim Schätz

Es pumpt und pocht in diesen beiden österreichischen Spielfilmen: Die erste Einstellung von Michael Glawoggers Drogenkomödie "Contact High" zeigt ein gurgelndes, pulsierendes Etwas wie aus einem Bady-Minck-Film in einem Kürbisfeld herumliegen. Dieses seltsam belebte Dingsda - die verlorengegangene Reisetasche eines mexikanischen Unterweltzampanos - wird später zum Herzstück der Filmhandlung und lässt eine ganze Galerie von Figuren durch den Film zirkulieren wie illegale Substanzen durch einen Blutkreislauf. Und ganz unmittelbar wird das Schlagen eines Herzens zu Beginn von Thomas Woschitz' "Universalove" zur flackernden, audiovisuellen Attraktion. Die junge Rezeptionistin Julie wird von ihrem klopfenden Herzen geradewegs zu ihrem Geliebten Rashid geführt, der in Gefahr schwebt.

Die plastischen Eröffnungsbilder pulsierenden Innenlebens sind in "Contact High" und "Universalove"


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